Digestorien Prüfung in München – Prüfung von Speziallaborabzügen
Digestorien – auch als Aufschlussabzüge oder Chemie-Hoods bekannt – sind Laborabzüge für besonders aggressive chemische Prozesse. In München werden Digestorien in der chemischen Analytik, der pharmazeutischen Forschung und der Qualitätskontrolle eingesetzt, wo Säureaufschlüsse, Synthesen mit korrosiven Substanzen oder thermische Prozesse unter dem Abzug stattfinden. Die Prüfanforderungen sind hier aufgrund der erhöhten Belastung besonders streng.
Was macht Digestorien besonders?
Digestorien unterscheiden sich von Standard-Laborabzügen durch ihre robustere Bauweise: säurebeständige Innenauskleidung (oft aus Polypropylen, PTFE oder Edelstahl mit Spezialbeschichtung), korrosionsbeständige Abluftventilatoren, integrierte Waschflaschen-Anschlüsse für die Gaswäsche und eine erhöhte thermische Beständigkeit. Bei der Prüfung in München sind diese Spezialeigenschaften zu berücksichtigen. Neben der Volumenstrommessung ist die chemische Beständigkeit der Innenflächen visuell zu prüfen – Anzeichen von Materialermüdung, Rissbildung oder Durchrostung sind kritische Mängel, die eine sofortige Instandsetzung erfordern.
Prüfumfang bei Digestorien
Die Prüfung umfasst: Volumenstrommessung an allen definierten Messpunkten mit besonderem Augenmerk auf Thermik-Effekte durch Heizplatten, Kontrolle aller säurebeständigen Dichtungen auf Quellung und Rissbildung, Prüfung der Abluftführung auf korrosive Ablagerungen und Verstopfungen, Funktionskontrolle von Waschflaschen-Anschlüssen und Abluftwäschern, Sichtung der Innenauskleidung auf Säurefraß und Penetration sowie Messung der Raumluftqualität bei laufendem Prozess. Die Prüfprotokolle müssen alle Befunde detailliert dokumentieren, da Aufsichtsbehörden bei Digestorien besonders auf den Nachweis der Rückhaltefähigkeit achten.
Normative Vorgaben für Digestorien
Neben der DIN EN 14175 gelten für Digestorien zusätzlich die DIN EN 14175-7 (Hochtemperatur- und Hochlastabzüge) und die TRGS 526 mit besonderen Anforderungen an Abzüge für den Umgang mit krebserzeugenden und keimzellmutagenen Stoffen. In München werden viele Digestorien in der Spurenanalytik und Materialprüfung eingesetzt, wo die TRGS 402 (Ermittlung und Beurteilung von Gefährdungen) zusätzliche Vorgaben macht.
Einrichtungen mit Digestorien in München und Umgebung
Digestorien sind in spezialisierten Laboren rund um München im Einsatz: chemische Analyselabore in der Industrie, pharmazeutische Qualitätskontrolle im Donautal, Prüflabore für Materialwissenschaften, Forschungsinstitute am Eselsberg und metallverarbeitende Betriebe mit Prüflaboren in Ehingen und Biberach.
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